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Genre erklärt: Beat ’em up

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Das Beat ’em up (englisch für „Schlag sie zusammen“; vor allem im englischen Sprachraum oft auch als Brawler bezeichnet) ist ein Computerspielgenre und Subgenre des Actionspiels, das den Einsatz von direkter körperlicher Gewalt, oft in Form von verschiedenen Kampfstilen thematisiert. Die Spielfiguren kämpfen dabei je nach Thematik auch mit Waffen und manchmal übernatürlichen Fähigkeiten. Fernwaffen können Bestandteil sein, sind aber kein zentrales Element.

Fast ausschließlich im deutschsprachigen Raum wird der Begriff Beat ’em up fälschlicherweise auch für Fighting Games wie Street Fighter und Mortal Kombat verwendet. Dabei handelt es sich allerdings um ein eigenständiges Genre, auch wenn es hier ebenfalls Überschneidungen gibt.

Die Geschichte

Die Entstehungsgeschichte des Beat ’em ups begann nahezu gleichzeitig mit dem des Fighting Games. So erschien im Jahr 1984 von Data Easts das erste Beam em Up mit dem Namen Karate Champ, welches die Popularität von Spielen mit Martial-Arts-Thematik steigerte. Noch im selben Jahr folgte das Spiel Kung-Fu Master des Studios Irem, welches als das erste Beat ’em up angesehen wird und den Grundstein für das Genre legte. Das „Goldene Zeitalter“ des Genres wurde schließlich von Double Dragon im Jahr 1987 eingeläutet, welches unter anderem durch seinen kooperativen Zweispieler-Modus auffiel.
Das klassische Beat ’em up gilt heutzutage als nahezu ausgestorben, auch wenn gelegentlich kleinere Veröffentlichungen, vor allem über den Weg der Digitaldistribution, stattfinden, etwa Double Dragon: Neon. Ansonsten ist das Genre weitestgehend im modernen 3D-Hack-and-Slash mit Spielen wie Devil May CryNinja GaidenGod of War oder Bayonetta aufgegangen.

Spielmechanik

Das Beat ’em up ist ein Subgenre des Actionspiels, in welchem der Spieler innerhalb von verschiedenen Levels mit mehreren computergesteuerten Gegnern konfrontiert wird, die es vor allem im Nahkampf zu besiegen gilt. Neben vorrangig unbewaffneten Kampfkünsten kann dabei auch der Einsatz von Nahkampfwaffen und, teils phantastischen, Spezialfähigkeiten zum Tragen kommen, seltener ist der Einsatz von Fernwaffen als temporäres Power-up . Am Ende eines Levels wartet oft ein besonders starker Gegner auf den Spieler.

Abgrenzung zum Fighting Game

Überwiegend im deutschsprachigen Raum (aber nicht exklusiv) werden Spiele des Fighting-Game-Genres fälschlicherweise als Beat ’em ups bezeichnet, sowohl von Spielern als auch von Spielemagazinen. Bei Fighting Games handelt es sich allerdings um ein eigenständiges Genre, auch wenn es diverse Überschneidungen bei Spielmechanik und Entstehungsgeschichte gibt. Der wesentlichste Unterschied besteht darin, dass sich in einem Fighting Game in der Regel zwei ebenbürtige Gegner in einer Arena oder ähnlichem gegenüberstehen und somit auch der Wettkampf im Vordergrund steht, wohingegen in einem Beat ’em up innerhalb von Levelstrukturen der oder die Spieler mit mehreren, meist schwächeren Gegnern in Nahkampfhandlungen verwickelt werden.

Bekannte Spiele

  • Double Dragon
  • Final Fight
  • Golden Axe
  • Batman Returns
  • Streets of Rage
  • Shinobi
  • Teenage Mutant Ninja Turtles
  • X-Men
  • Fighting Force
  • Dynasty Warriors

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