Do. Feb 29th, 2024

Angesichts der immer weiter steigenden Strom- und Gaspreise schaut man sich automatisch nach Alternativen zur Energieerzeugung um. Man kann noch so sehr Strom sparen wollen, einige Geräte müssen doch immer laufen. Das wären vor allem der Kühlschrank, aber auch der Ofen, das Kochfeld, der Fernseher und das Internet für Spin City .

Eine Solaranlage lässt sich ziemlich leicht installieren. Am beliebtesten sind aktuell sogenannte Balkonkraftwerke, da sie jeder selbst aufbauen kann und nicht einmal ein Fachmann zur Installation notwendig ist. Normalerweise laufen Balkonkraftwerke ohne eine angeschlossene Batterie und speisen von den Solaranlagen generierten Strom direkt ins eigene Hausnetz ein. Eine Solarbatterie könnte dennoch sinnvoll sein und wir verraten Ihnen, warum. 

Was ist eine Solarbatterie eigentlich?

Eine Solarbatterie ist eine wiederaufladbare Batterie, in der Strom von der eigenen Solaranlage gespeichert wird. Die Solarbatterie kann sich auch Hausbatterie nennen.

Solaranlagen produzieren zu unterschiedlichen Tageszeiten Strom. Am meisten produzieren sie natürlich an einem sonnigen Tag, aber auch nur so lange die Sonne scheint. Nachts produziert sie natürlich keinen Strom und vorrangig soll sie über Tag Strom produzieren, wenn man in der Regel nicht zu Hause ist. Eine Batterie kann sich in diesem Fall lohnen, damit man abends den über Tag produzierten Strom verwenden kann. 

Für wen lohnt sich eine Solarbatterie?

Angesichts des Zeitraums, wann Solaranlagen Strom produzieren und wann er verwendet werden sollen, sind wir bereits beim nächsten wichtigen Punkt. Eine Solarbatterie lohnt sich nämlich nicht zwangsweise für jeden Haushalt.

Pro  Contra
Produzierter Strom kann gespeichert werden Im Homeoffice würde man den Strom sofort verbrauchen
Strom auch während Stromausfall verfügbar Kostenfaktor
Zur Einrichtung einer autarken Stromquelle Autarke Anlagen benötigen eine große Batterieanlage

Sofortverbrauch ohne Batterie sinnvoll

Wenn man den ganzen Tag zu Hause ist und beispielsweise im Homeoffice arbeitet, wird den frisch produzierten Strom sofort verbrauchen. Durch den Sofortverbrauch ist eine Solarbatterie nicht zwingend sinnvoll. Andernfalls könnte man sich eine größere Anlage einrichten, bei der man einerseits sofort Strom verbraucht, aber auch welchen für die Abend- und Winterstunden speichert.

Perfekt für autarke Anlagen

Ideal ist eine Solarbatterie natürlich für jeden, der sich mit einer Solaranlage vom Stromnetz abkoppeln und autark leben möchte. Ohne eine Solarbatterie würde man dies nicht schaffen. Jedoch ist in diesem Fall eine richtige Batterieanlage vonnöten, um seinen Strombedarf komplett decken zu können. Hierzu muss man wissen, wie viel Strom man wirklich verbraucht. Als Faustformel geht man von 1.500 kWh pro Person aus.

Für autarke Anlagen braucht man gleichwohl sehr viele Solarbatterien, um möglichst viel Strom für den Winter einspeichern zu können. Im Winter produzieren Solaranlagen nur etwa 10 % Energie, sodass in der dunklen Jahreszeit nicht viel dazu kommt. Entsprechend ist für eine autarke Lösung ein hohes Budget erforderlich.

Strom trotz Blackout

Vielerorts wird immer wieder vor Stromausfällen gewarnt, auf die man sich natürlich gern vorbereiten möchte. Niemand möchte plötzlich im Dunkeln vorm sich abtauenden, vollen Kühlschrank sitzen.

Einige sind der Ansicht, dass ein Balkonkraftwerk ihnen in dieser Situation helfen würde. Eine solche Plug & Play Anlage funktioniert jedoch nur, wenn sie aus dem Stromnetz, in das sie Strom eingespeist, ein Signal erhält. Im Fall eines Stromausfalls würde es kein Signal mehr aus dem Netz geben und somit würde die Balkonanlage automatisch ausgeschaltet.

Das können Sie von Solarbatterien erwarten

Die Speicherkapazität einer Solarbatterie ist begrenzt. Das ist eigentlich logisch, dass man pro Solarbatterie nicht unendlich viel Strom speichern kann. Beispielsweise würde eine hochwertige 200 Ah Batterie etwa 3 Stunden Wärme durch ein elektrisch betriebenes Heizgerät mit 800 Watt liefern. Das ist nicht sonderlich, wenn man im tiefsten Winter sitzt. Dafür lässt sich jedoch eine Mikrowelle oder eine Kaffeemaschine über mehrere Stunden betreiben und beide braucht an in der Regel nur für wenige Minuten. Dennoch wird hierbei klar, dass man definitiv mehr als nur eine Batterie benötigen wird. Die gilt natürlich nur, wenn man so autark wie möglich leben möchte.

Bei der Solarbatterie gibt es unterschiedliche Modelle zur Auswahl:

  • Lithium-Ionen: Aktuell wird der Markt der Solarbatterien von Lithium-Ionen-Modellen dominiert. Sie zeichnen sich durch ihre Langlebigkeit aus und halten für etwa 15 Jahre. 
  • Bleisäure: Manche Batterien, die zusehends vom Markt gedrängt werden, funktionieren noch mit Bleisäure wie herkömmliche Autobatterien. Sie sind nicht sonderlich langlebig und noch schwerer zu entsorgen als jene aus Lithium-Ionen.
  • Salzwasser: Ganz neue Modelle arbeiten mit Salzwasser, was die spätere Entsorgung nachhaltiger und umweltfreundlicher gestaltet als andere Solarbatterien.

Braucht man zwingend eine Solaranlage für eine Solarbatterie?

Normalerweise sind Solaranlagen an Solarbatterien gekoppelt. Die Gründe hierfür haben wir bereits erläutert. Solarbatterien lassen sich allerdings auch ohne Solaranlage nutzen. Man würde mit ihr einfach Strom aus dem Stromnetz speichern, um günstige Stromtarife zu nutzen und Strom im Fall eines Stromausfalls zur Verfügung zu haben.

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