Fußball- und Gaming-Fans stellen sich Jahr für Jahr die gleiche Frage. Welches Spiel ist nun besser, FIFA oder PES? Beide Lager haben eine eingeschworene Fangemeinde, die ihrer Marke schon seit Jahrzehnten treu bleiben. Es gibt aber auch Spieler, die zwischen den beiden Ablegern hin- und herwechseln. In dieser Saison haben sowohl EA mit FIFA 20 als auch Konami mit PES 2020 zwei starke Spiele auf dem Markt gebracht. Beide haben ihre Daseinsberechtigung. Am Ende muss wohl der Geschmack entscheiden, welchen Hersteller man bevorzugt. Einige Unterschiede gibt es auch in diesem Jahr wieder. Vielleicht kann eine Gegenüberstellung zur Kaufentscheidung beitragen.

Lizenzen einmal mehr fest in FIFA-Hand

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Ein gewichtiger Kaufgrund für manchen Fußballfan sind natürlich die Lizenzen. FIFA hatte in diesem Bereich schon seit jeher die Nase vorne und so ist es auch in dieser Saison, wenngleich PES schon deutlich aufgeholt hat und mit einem umfangreichen Editor und den Optionfiles der Community den großen Rivalen kaum mehr nachsteht. Die Japaner haben für die PES-Reihe 23 lizenzierte Ligen gewinnen können. Ligen wie die Bundesliga sucht man aber nach wie vor vergeblich. Spanien und England sind zwar dabei, aber lediglich mit Fantasienamen, die durch den Editor modifiziert werden müssen. Zumindest konnte sich PES die Exklusivrechte an Juventus Turin sichern, wie www.kicker.de/ näher erklärt. Auch große Teams wie FC Barcelona, welches auf https://extra.bet365.com/news/de/ bei den Fußball-Wetten mit einer Quote von 2,00 als der Favorit der Primera Liga gelistet wird, ist mit realen und Spielern dabei. Für Fans der großen Clubs bestimmt interessant. Aus deutscher Sicht ist auch die Präsenz von FC Schalke und Bayer Leverkusen ebenfalls von Interesse. So umfangreich wie bei FIFA sind die Lizenzen aber nach wie vor nicht.

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Ein Punkt geht allerdings klar an PES: Konami konnte sich die Rechte für die EURO 2020 sichern. Das Großereignis im Sommer wirft schon jetzt seine Schatten voraus. Im Großen und Ganzen hat FIFA aber einmal mehr die Nase vorne. 30 lizenzierte Ligen, die Bundesliga, die Premier League und die Primera Division sind dabei. Zudem die europäischen Vereinswettbewerbe wie die Champions League, die Europa League und der UEFA Supercup. Beide Marken haben außerdem wieder ihre Live-Updates im Angebot, die Kader und Stärken der Spieler angesichts der realen Leistungen auf dem Platz neu bewerten und regelmäßig ausgeliefert werden.

Grafisch und spielerisch wieder Vorteile bei PES

Die PES-Reihe konnte sich schon in den vergangenen Jahren grafisch etwas von der FIFA-Serie absetzen. Das hat sich laut https://mein-mmo.de/ in diesem Jahr nicht geändert. Detailverliebtheit gehört zu den großen Stärken der Japaner. Das Fußball-Feeling wird bei PES auch in dieser Saison wieder sehr realistisch eingefangen. Angefangen von den Spielern über die Stadien bis zur Atmosphäre auf dem Platz, hier kann FIFA nicht mit dem Konkurrenten mithalten.

Das Gameplay hat viel mit den eigenen Vorlieben zu tun. FIFA ist in diesem Jahr schneller und mehr auf Casual-Gamer zugeschnitten, wohingegen PES mit Realitätsnähe punkten will. Das wird bei FIFA vor allem mit dem neuen VOLTA-Modus ganz deutlich erkennbar.

Es ist ein Vergleich, der Rennspielen recht nahekommt: Arcade vs. Simulation. Am Ende muss hier jeder selbst entscheiden, welche Art von Spiel ihm besser liegt. FIFA ist für Anfänger sicherlich leichter zu erlernen. Mit PES werden die Profis womöglich länger Freude haben.

FUT oder myclub

Eine ganz wichtige Frage ist auch, welcher Ableger die besseren Spielmodi bietet. FIFA setzt einmal mehr auf das FIFA Ultimate Team (FUT), das deutlich schicker und frischer präsentiert wird als myclub von PES. Das allein macht den Modus aber nicht besser. Einmal mehr setzt EA  auf Mirkotransaktionen, um sich das Wunschteam zusammenzubasteln. Will man nicht Stunden, Tage oder Wochen in den Aufbau seiner Mannschaft investieren, muss man beim EA-Titel schon fast zu Echtgeld greifen.

Anders sieht es bei PES aus. Der myclub-Modus besitzt zwar ebenfalls die Möglichkeit, die eigene Mannschaft mit Echtgeld aufzuwerten, doch auch aufgrund des kleineren Spielerangebots ist es bei Konami wesentlich einfacher, die gefragten Superstars in das Team zu holen.

Alles eine Frage des Geschmacks

Eigentlich schaut es beim Vergleich FIFA vs PES wie in den vergangenen Jahren aus: Schlussendlich ist die Entscheidung pro-FIFA oder pro-PES eine Frage des Geschmacks. FIFA hat in Sachen Grafik und Ballphysik aufgeholt, kann PES aber nach wie vor nicht das Wasser reichen. Dafür bietet der Ableger von Konami weniger Lizenzen und einen etwas altbackenen myclub-Modus. Zusammengefasst lässt sich mit beiden Titeln viel Spaß haben. Wer Realismus sucht, sollte zu PES greifen, wer viel Wert auf die Darstellung und die Lizenzen legt, ist wieder einmal bei EA besser aufgehoben.

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