In The Vigil wird ein junger Mann mit der unheimlichen Präsenz eines Dämonen konfrontiert. Während einer Totenwache wird der Protagonist Yakov nicht nur mit einem Dämon namens Mazik konfrontiert, sondern er muss sich darüber hinaus auch mit seinen eigenen inneren Dämonen auseinandersetzen.

Der Film beginnt ganz harmlos mit dem Treffen einer Selbsthilfegruppe aus ehemaligen Mitgliedern einer streng religiösen jüdischen Gemeinde. Er ist arbeitslos und kann in der teuren Ostküstenmetropole New York kaum seine Miete bezahlen.

In dieser Situation kommt es Yakov Ronen (Dave Davis) sehr gelegen, dass sein ehemaliger Rabbi Reb Shulem (Menashe Lustig) ihn einige Hundert Dollar anbietet, damit er die Nacht über die Totenwache für einen Verstorbenen übernimmt. Als der Preis hoch genug ist, willigt er schließlich ein und tritt im Haus der alten Witwe Litvak (Lynn Cohen) die Totenwache an.
Doch schon bald hat Yakov das Gefühl, dass sich noch jemand neben ihm und der Witwe Litvak im Haus herumtreibt. Schließlich eröffnet die Witwe ihm, dass ein Dämon ihren verstorbenen Ehemann heimgesucht hätte und nun in Yakov ein neues Opfer gefunden habe.

FAZIT

Regisseur Keith Thomas inszeniert in seinem Debüt The Vigil eine Dämonenaustreibung, die bewährte Exorzismus-Motive mit jüdischer Mythologie zusammenbringt und so für frischen Wind im Sub-Genre sorgt. Obwohl die ernsten Themen tiefgreifender hätten behandelt werden können, bemüht der Film sich, zumindest die jüdische Mythologie und die Lebenswelt der Ultraorthodoxen ernst zu nehmen. Ein denkwürdiger Film ist am Ende trotzdem nicht dabei herausgekommen, auch, weil der Mut, fernab ausgetretener Pfade zu wandeln, sich auf formaler Ebene nicht halten konnte.

The Vigil - Die Totenwache

Filmtitel: The Vigil - Die Totenwache

Filmbeschreibung: Der junge Yakov (Dave Davis) möchte die strenge chassidische Gemeinde in Brooklyn am liebsten verlassen, weil er seinen Glauben verloren hat. Da er dringend Geld braucht, stimmt er widerwillig dem Angebot des Rabbiners zu, die nächtliche Totenwache für ein verstorbenes Gemeindemitglied zu übernehmen. Kurz nach seiner Ankunft in dem baufälligen Haus wird Yakov klar, dass hier etwas sehr, sehr falsch läuft. Schon bald findet sich der junge Held in einem unheimlichen Albtraum wieder, der von einem furchteinflößenden Wesen orchestriert wird: Einem „Mazik“, wie im jüdischen Volksglauben jener Totengeist bezeichnet wird. In dieser Nacht des surrealen Schreckens muss sich Yakov nicht nur bösen Geistern, sondern auch den Dämonen seiner Vergangenheit stellen.

Erscheinungsdatum: 2021-02-11

Dauer: 90 Minuten BD / 84 Minuten

Regisseur(e): Keith Thomas

Schauspieler: Dave Davis, Menashe Lustig, Malky Goldman, Lynn Cohen, Fred Melamed

Genre: Horror, Mystery, Thriller

Insgesamt
5.1/10
5.1/10
  • Unterhaltung - 5.6/10
    5.6/10
  • Spannung - 4.3/10
    4.3/10
  • Anspruch - 5.4/10
    5.4/10
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KURZFASSUNG

Regisseur Keith Thomas inszeniert in seinem Debüt The Vigil eine Dämonenaustreibung, die bewährte Exorzismus-Motive mit jüdischer Mythologie zusammenbringt und so für frischen Wind im Sub-Genre sorgt. Obwohl die ernsten Themen tiefgreifender hätten behandelt werden können, bemüht der Film sich, zumindest die jüdische Mythologie und die Lebenswelt der Ultraorthodoxen ernst zu nehmen. Ein denkwürdiger Film ist am Ende trotzdem nicht dabei herausgekommen, auch, weil der Mut, fernab ausgetretener Pfade zu wandeln, sich auf formaler Ebene nicht halten konnte.

Pro

  • Jüdische Mythologie

Kontra

  • Spielt an einem Tag in einem Haus
  • Ernste Themen leider nicht tiefgreifend genug
  • Dämonenaustreibung schon 1000 mal gesehen
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